Zucker und Bakterien allein machen weder Karies noch Zahnfleisch-entzündungen, erst wenn der Faktor Zeit dazu kommt, wird das natürliche Gleichgewicht im Biotop “Mundhöhle” gestört. Die Säurekonzentration im Speichel – der pH-Wert – sinkt, Zahnbelag entsteht und daraus wiederum Plaque, die aus vielen unterschiedlichen Bakterienarten besteht.

Bei starker, älterer Plaque siedeln sich spezielle Bakterien am Zahnfleischrand und an der Zahnoberfläche an und vermehren sich dort so stark, dass sich sehr schnell dicke Schichten von Plaque bilden, eine weiche, weißlich-graue Substanz. Sie bildet sich zuerst auf der Zahnoberfläche im Bereich des Zahnfleischrandes und zwischen den Zähnen.Hier halten verschiedene Bakterienarten Einzug, die mitverantwortlich für ein erhötes Herzinfarktrisiko, Diabetes, Rheuma, Arthritis usw. sein können.

Eine regelmäßige, gründliche Zahnreinigung verhindert die Entstehung von Plaque zwar nicht vollständig, beseitigt jedoch immerhin soviel davon, dass sie nicht dazu führt, Zähne oder Zahnfleisch zu schädigen. Für die Zahnoberflächen reicht hierzu eine gute Zahnbürste aus, für die Zahn-zwischenräume benötigt man besondere Hilfsmittel zur Plaqueentfernung, z.B. Zahnseide.

Plaque ist übrigens kein Zahnstein. Dieser bildet sich durch die Einlagerung von Mineralien aus dem Speichel, wie z.B. Kalzium, in der Plaque, die dadurch hart wird. Das nennt man dann Zahnstein, der sich zuerst an den Innenseiten der unteren Schneidezähne anlagert und sich mit Zahnbürste und -seide nicht mehr entfernen lässt, sondern nur noch durch eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt. Bleiben Zahnstein und Beläge lange genug im Mund kann eine Parodontitis entstehen.

Die Parodontits ist eine akute Entzündung des Zahnfleisches und eines Teils des Kieferknochens, die bei guter Mundhygiene heilbar ist. Sofern diese aber mangelhaft bleibt, bilden sich tiefe Zahnfleischtaschen, der Zahnhalteapparat wird geschädigt und das Knochengewebe abgebaut; die Erkrankung wird chronisch: Parodontose.

Im Gegensatz zu gesundem Zahnfleisch, das fest ist, eng am Zahn anliegt und blassrosa aussieht, ist das Zahnfleisch bei Parodontitis rot und geschwollen und blutet beim Zähne putzen. Mit der Zeit bildet es sich zurück, so dass die Zahnhälse schließlich frei liegen und sich die Zähne lockern.

Um eine Parodontitis erfolgreich zu behandeln, ist es wichtig, dass die Krankheit noch nicht zu weit vorangeschritten ist. Eine Früherkennung ist wichtig, damit die Behandlung durch den Zahnarzt, die sich über einen längeren Zeitraum hinziehen kann, so früh wie möglich begonnen werden kann.

Hierbei erhalten Sie Instruktionen, wie Sie selbst Ihre Zähne gründlich sauber halten können. Im Rahmen der Zahnmedizinischen Behandlung wird dann der Zahnstein und die Plaque von Ihren Zähnen und aus den Zahnfleischtaschen entfernt. Nach der Reinigung verschwindet die Entzündung, das Zahnfleisch strafft sich und legt sich wieder an die Wurzeloberfläche an. Rötung und Schwellungen des Zahnfleisches gehen zurück und lockere Zähne können wieder fester werden, wodurch schließlich auch der Knochenabbau zum Stillstand gebracht werden kann.

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